Schweigeminute für die Opfer rechter Gewalt
13.02.2012
Am Donnerstag, 23. Februar, um 12 Uhr
Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände rufen gemeinsam auf,
am Donnerstag, den 23.Februar 2012, 12 Uhr, für eine Schweigeminute
in der Arbeit inne zu halten, um der Opfer rechtsextremistischer Gewalt
zu gedenken. Die Schweigeminute findet zeitgleich mit dem zentralen
Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer
rechtsextremistischer Gewalt statt. „Die von rechtsextremistischen Gewalttätern verübten Morde,
Raubüberfälle und Anschläge erfüllen die Menschen in Deutschland mit
Abscheu und Entsetzen. Wir trauern um die Opfer. Unser Mitgefühl gilt
den Familien und Freunden, die geliebte Menschen verloren haben“,
erklärten Dr. Dieter Hundt, Präsident der BDA, und Michael Sommer,
DGB-Vorsitzender, am Mittwoch in Berlin. „Wir sind tief betroffen, dass
nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland
diese entsetzlichen Verbrechen geschehen konnten.“ Beide hoben hervor, dass es an der Zeit ist, ein Signal gegen
menschenverachtende rechtsextreme Gewalt zu setzen. „Gewerkschaften und
Arbeitgeber treten gemeinsam ein für ein Deutschland, in dem
Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz
haben. Wir hoffen auf ein bundesweites Signal und rufen alle
gesellschaftlichen Akteure auf, sich in der ihnen möglichen Form an der
Schweigeminute zu beteiligen.“ "Gemeinsamer Aufruf der Bundesvereinigung der Deutschen
Arbeitgeberverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Gedenken
an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt Arbeitgeber und Gewerkschaften treten gemeinsam ein für ein
Deutschland, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus keinen Platz haben. In den Unternehmen in Deutschland ist zwischen den Beschäftigten
ethnische und kulturelle Vielfalt gelebte Realität. Die Betriebe geben
zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Integration, Respekt und Toleranz.
Wir stehen daher gemeinsam in der Pflicht, rechtsextremem Gedankengut
entschieden entgegenzutreten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände rufen die Menschen in Deutschland dazu
auf, am Donnerstag, 23. Februar 2012, um 12:00 Uhr für eine
Schweigeminute in ihrer Arbeit innezuhalten. Dies geschieht zeitgleich
mit dem zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes für die
Opfer rechtsextremistischer Gewalt. Im stillen Gedenken an die Opfer soll ein kraftvolles Zeichen gesetzt werden: ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden, Der Aufruf im Wortlaut:
Die von
rechtsextremistischen Gewalttätern verübten Morde, Raubüberfälle und
Anschläge erfüllen die Menschen in Deutschland mit Abscheu und
Entsetzen. Wir trauern um die Opfer. Unser Mitgefühl gilt den Familien
und Freunden, die geliebte Menschen verloren haben. Wir sind tief
betroffen, dass nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen
Diktatur in Deutschland diese entsetzlichen Verbrechen geschehen
konnten.
ein Zeichen der Verurteilung von Fremdenhass, Rassismus und rechtsextremer Gewalt,
ein Zeichen für die Vielfalt und Offenheit Deutschlands."